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„Chill mal, Frau Freitag“ – Frau Freitag

In  „Chill mal, Freu Freitag“  geht es um ein Schuljahr der Lehrerin Frau Freitag. Sie unterrichtet an einer deutschen Gesamtschule, die einen extrem hohen Ausländeranteil und einen extrem kleinen Anteil an normalen, braven Schulklassen aufweist. Zu ihrem Alltag gehört es, die schule zu hassen und zu lieben, zu versuchen, die Schüler von ihrem enormen Schimpfwörtergebrauch abzubringen, ihre Klasse vor den anderen Lehrern zu verteidigen, Schlägereien zu regeln, mit dem „wir“ und „ihr“ der Ausländer kämpfen, Fragen zum Leben und zu Arbeit beantworten und nebenbei noch den Unterricht vorbereiten, halten und nachbereiten. Das ist Stress pur und hin und wieder zweifelt Frau Freitag an ihren Fähigkeiten und verzweifelt mit ihren Schülern.

 

„Chill mal, Frau Freitag“ ist wirklich lustig, ich musste mehrmals laut lachen beim lesen – Gott sei Dank zuhause. 😉 Allerdings habe ich öfter dran gezweifelt, ob es wirklich so zu geht in solchen Schulen. Ich meine das ist ja teilweise schon ganz schön extrem und ich fand es ziemlich unrealistisch, dass sich Frau Freitag dies alles gefallen lässt, ohne dass es ernsthafte Konsequenzen gibt. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Da habe ich schon teilweise die Augen verdreht. Aber wenn ich dann solche Sachen las, wie über den Schüler, der davon überzeugt ist, dass ein „Spast“ ein „kleiner Vogel“ ist, habe ich dass fast wieder vergessen. Doch allgemein war mir Frau Freitag ziemlich unsympathisch und anstrengend und in dem Buch standen teilweise Sätze, die vielleicht 14-Jährige schreiben würden, aber keine erwachsenen Frauen, was mich besonders gestört hat, da mir eine schöne Sprache in Büchern extrem wichtig ist.

Ihr könnt also sehen, meine Meinung ist durchwachsen, so richtig begeistert bin ich nicht, aber das Positive überwiegt dann doch, aufgrund des Humors und den tollen Beschreibungen der Schüler und der Gespräche mit ihnen, die man so wirklich in den Schulen finden kann. Halt nur einen Hauch übertrieben.


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