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Jane Austen – „Emma“

Es ist wieder mal Zeit für eine neue Rezension geworden, ich hab euch ja schon sträflich vernachlässigt. 😉 Aber hier ist jetzt „Emma“ von der großartigen Jane Austen. Übrigens eine meiner absoluten LieblingsautorInnen.

Emma ist ein wunderschöne, kluge, liebenswerte, stolze, etwas arrogante und starrsinnige Frau, die versucht, alle ihre Freunde und Bekannten zu verkuppeln und zu verheiraten. Das dabei auch eine Menge schief gehen kann ist nur natürlich, denn auch Emma irrt sich manchmal und deutet vieles in falscher Weise. Sie selbst bleibt dabei aber immer distanziert und ihre eigenen Gefühle sind oftmals unklar. Sie ist immer die unnahbare, stolze, bewundernswerte Person, die nicht zu vielen Menschen echte Nähe und Zuneigung aufbaut. Dies ändert  sich erst, als sich ihre Freundin Harriet verliebt und Emma merkt, dass auch sie diesen Mann liebt, was sie bis zu diesem Zeitpunkt selbst nicht bemerkt hat. Emma betrachtet sich selbst zum ersten Mal kritisch und bezweifelt, dass seine Gefühle dieselben sind, wie ihre. Wie wird er sich entscheiden?

Jane Austens „Emma“ ist wirklich toll. Obwohl ich sagen muss, dass ich zu Beginn von dem Buch enttäuscht war und mir die Titelheldin total unsymphatisch war. Doch je weiter ich gelesen habe, umso besser ist das Buch geworden und gegen Ende konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. 😉

Am Anfang war teilweise total offensichtlich, was passieren würde und nur Emma, mit ihrer Starrsinnigkeit, ihrer Arroganz und dem Ignorieren offensichtlicher Tatsachen, sah ihren Irrtum noch immer nicht. Der Beginn ist deshalb ein bisschen langatmig und es fehlt an Spannung. Doch später weiß man selbst nicht mehr, wie es mit den Personen weitergehen wird und fiebert richtig mit, dass es für Emma doch noch ein Happy End gibt. Auch meine Ansicht von Emma hat sich im Laufe des Buches geändert. Ich kann nicht genau sagen, wann es soweit war, aber plötzlich merkte ich: “Hey, Emma ist ja doch total symphatisch, hilfsbereit und liebenswert.“ Jane Austen hat ja angeblich auch, wie ich später im Nachwort nachlesen konnte, über die Figur der Emma gesagt, dass niemand außer ihr selbst sie symphatisch finden würde. Aber ich bin froh, dass sie dann doch noch zu einer liebenswerten Person geworden ist.

Das Buch ist einfach ein bisschen anders, als andere Jane Austen – Romane und vielleicht auch deshalb zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Aber trotzdem schön und mitreißend, auch wenn sich das erst aufbauen muss. Geschrieben ist er sehr gut, wie auch nicht anders zu erwarten von Jane Austen!

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