„Weiße Nächte“ – Fjodor M. Dostojewski

Noch ein tolles Werk der russischen Literatur. Perfekt für einen kuscheligen Nachmittag zuhause!!! 🙂

Ein junger Mann, von etwa 26 Jahren trifft eines Nachts in Petersburg ein weinendes 17-jähriges Mädchen, namens Nastenka. Voller Mitleid spricht er sie an, woraus eine Freundschaft und im Lauf der folgenden Nächte eine zarte Liebe entsteht. Sie treffen sich jede Nacht am selben Ort zur gleichen Zeit und sprechen über ihr bisheriges Leben. Er erzählt ihr von seinem einsamen Leben als Träumer und sie ihm von einer, bis jetzt, unerfüllten Liebe zu einem ehemaligen Untermieter ihrer Großmutter, mit dem sie damals sogar weglaufen wollte. Allerdings wollte er zuerst Geld verdienen, um ihr ein angenehmes Leben als seine Frau bieten zu können. Noch immer wartet sie sehnsüchtig auf die versprochene Rückkehr. Der junge Mann und Nastenka lernen sich in der Zwischenzeit immer besser kennen und schließlich lieben. Doch während seine Liebe immer stärker wird, muss sie sich entscheiden zwischen ihm und ihrer großen Liebe.

Es ist toll, wie Dostojewski die Figuren beschreibt. Man kann nicht anders, als mit den beiden mitzufühlen und mitzufiebern, da die Protagonisten einfach total symphatisch rüberkommen und man will, dass es für jeden gut ausgeht. Mit Nastenka kann man sich wirklich gut identifizieren, man hofft und bangt mit ihr. Er hat den Hauptdarsteller auch nicht als depressiven, unzufriedenen jungen Mann beschrieben – ganz im Gegenteil. Und das finde ich wunderbar.

Die Entwicklung, die die beiden im Laufe ihrer Bekanntschaft und Gespräche machen ist extrem interessant und ich fand es überaus spannend, wie nahe sich die 2 innerhalb weniger Nächte gekommen sind.

Es ist echt eine schöne Geschichte, allerdings waren mir persönlich zu viele Stellen drinnen, bei denen der Hauptdarsteller seitenlang den Dialog alleine bestritt. Ansonsten haben die Dialogen gut reingepasst.

Das Buch ist wirklich empfehlenswert und aufgrund der Kürze auch jederzeit gut lesbar. 😉

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Eingeordnet unter Literatur, Rezensionen

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